Fritz Kuhn

Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Mitglied im ÖPNV-Pakt am 11.10.2016 in der STZ:

Durch S 21 öffne sich ein „historisches Fenster zur Optimierung des ÖPNV“, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne): „Das müssen wir nutzen.“

Kommentar von unsere-stadtbahn.de:  Man sollte mal darüber nachdenken, ob man ohne Stuttgart 21 Verbesserungen im ÖPNV in der Region Stuttgart nicht hätte schon vor Jahrzehnten und viel billiger haben können.


Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender der SSB im Interview am 24.4.2016 Stuttgarter Nachrichten

„Im Berufsverkehr wollen wir das Angebot verbessern. Wir brauchen engere Taktzeiten auf wichtigen Stadtbahnlinien und damit mehr Kapazitäten. Das werden wir hinbekommen.“

Kommentar  von unsere-stadtbahn.de: Es ist nicht das erste Mal, daß Herr Kuhn die Probleme der Stadtbahn verharmlost. Er müßte wissen, daß mit dem Netz 2016 Linienunterbrechungen kommen (U1 und U4) gerade weil die Kapazität in der Haltestelle Hauptbahnhof/ Arnulf-Klett-Platz nicht ausreicht. Ebenso ist nachgewiesen, daß man am Berliner Platz den Takt nicht verdichten kann, weil es dort mit den zusätzlichen Linien schon schwierig ist, den Verkehr zu steuern (Auto, Bus, Stadtbahnen aus mehreren Richtungen).


Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender der SSB am 23.1.2016 in der Stuttgarter Zeitung

Er beschäftige sich nicht mit jenen, „die nur maulen, weil sie Auto fahren möchten, sondern mit denen, die Gründe vorbringen, warum ein Umstieg auf den Nahverkehr schwierig ist.“ Es gelte, die „ÖPNV-Kompetenz in der Bevölkerung zu erhöhen“. Der OB hat dabei all jene im Blick, „die seit der Schule nicht mehr mit dem Nahverkehr gefahren sind und nicht wissen, wie gut der ist“.

Kommentar von unsere-stadtbahn.de: Die ÖPNV-Kompetenz der Nicht-ÖPNV-Nutzer ist ganz schön groß. Sie ahnen nämlich, daß die S-Bahnen, Stadtbahnen und Busse zu spät und zu voll sind, wenigstens dann, wenn man sie braucht, in den Stoßzeiten. Und zu teuer sind sie auch.


Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender der SSB in den Stuttgarter Nachrichten vom 13.10.2015

Kritik erntete(n) der OB und Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) beim Thema Stadtbahnumbau. Wegen des Stuttgart-21-Tiefbahnhofs will die SSB Linien zwischen Staatsgalerie und Charlottenplatz volle 18 Monate unterbrechen. Alle Halte würden bedient, sagte Pätzold auf die Frage, wie Schulkinder die Fahrt zur Turnhalle und zurück bewältigen sollten. (…) Kuhn stellte klar, „dass es bei so einer gravierenden Baumaßnahme wie Stuttgart 21 erhöhten Stress geben wird, und den kann ich ihnen nicht nehmen“.

Kommentar von unsere-stadtbahn.de: Erhöhten Stress, ja, vielen Dank. Jahrelang hieß es, die Stuttgarter würden die Baustellen quasi gar nicht bemerken. Es hilft den Bürgern nichts, wenn die Bürgermeister den Beschwichtigungssprech der SSB („alle Haltestellen werden angefahren“) komplett übernehmen und die Sorgen der Stadtbahnkunden, vieler Schüler und Pendler, ignorieren. Daß die Stadtbahn derart in Mitleidenschaft gezogen wird, liegt an den Planungen der DB, und das sollte man auch so benennen.


Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender der SSB im April 2014 in den Stuttgarter Nachrichten

Schon tags zuvor, bei der Bürgerversammlung im Stuttgarter Süden, hatte OB Fritz Kuhn die Bevölkerung auf Schwierigkeiten eingestimmt, die sich in Zusammenhang mit der Streckensperrung zwischen Charlottenplatz und Staatsgalerie ergeben. „Ja, es wird für eine längere Zeit umständlich. Da gibt es auch nichts drum herumzureden“, erklärte Kuhn. Als „Folgemaßnahme“ im Zuge der Beschlüsse für Stuttgart 21 nannte der OB die auftretenden Verkehrsbehinderungen für voraussichtlich zwei bis drei Jahre als „leider unvermeidbar“.

Kommentar von unsere-stadtbahn.de: Seine Amtszeit in Stuttgart begann im Oktober 2012. Anderthalb Jahre später gibt er zu, daß es für die Stadtbahnnutzer umständlich wird. Haben ihn die SSB-Vorstände nicht rechtzeitig informiert, oder wollte er, um Unruhe zu vermeiden, die Angelegenheit möglichst lange verschweigen?


Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender der SSB am 28.2.2014 bei einer Veranstaltung in der vhs. (Quelle: parkschuetzer.de)

„Die Stadtbahn geht nicht kaputt. Die Stadtbahn wird, während Stuttgart 21 gebaut wird, eine Schleife fahren.“

Kommentar von unsere-stadtbahn.de: Was ist das, eine Schleife? Wer denkt da nicht an einen Geschenkbändel? In diesem Fall ist es wohl ein verniedlichendes Wort für Umleitung. Die Stadtbahn wird Umwege fahren. Aha. Nun ist das ja nicht so wie beim Auto, wo der Fahrer sich seinen Weg bzw seinen Umweg selbst sucht. Die Bahnen sind auf Schienen angewiesen und auf Weichen, auf Signale und Fahrstraßen und solche Dinge, und das ist nun gerade beim Berliner Platz, der von dieser ‚Schleife‘ betroffen sein wird, nicht so einfach. Zum Beispiel kann man, vom Hauptbahnhof kommend, nicht nach rechts Richtung Hölderlinplatz abbiegen, weil die entsprechende Weiche dort nicht eingebaut wurde. Nichts mit Schleife, der Hölderlinplatz wird abgehängt.