Aktuelles

Zeitplan Baustelle Haltestelle Staatsgalerie

Im Bereich des Südkopfs des Tiefbahnhofs gibt es aktuell eine Verzögerung von zwei Jahren. Durch ein paralleles Bauen in zwei Baufeldern gleichzeitig (BA 24 und 25) kann die B14 früher in den Bereich des BA23 verschwenkt werden. 8 Monate Bauzeit sollen so aufgeholt werden. Die noch nicht abgerissene alte Haltestelle Staatsgalerie befindet sich in diesem Bauabschnitt 23, ebenso wie die noch zu bauende Wand der neuen Haltestelle Staatsgalerie. Der Bauleiter nennt den Bauphasenplan für diesen Bereich „komplex“. Im Bauabschnitt 22, wo die neue Haltestelle Staatsgalerie vom Bahntunnel unterfahren werden soll, ist der Trogblock einschließlich Decke im Rohbau fertig gestellt.

Netzwerke 21 mit weiteren Links zur Statik des Tiefbahnhofs

Ursprünglich sollte die alte Haltestelle Staatsgalerie schon längst abgerissen sein und die neue Haltestelle Staatsgalerie Anfang 2017 in Betrieb gehen.  Nach einer Umplanung der SSB wird die alte Haltestelle noch mehrere Jahre in Betrieb sein. (Der Zugang für Fußgänger aus dem Kernerviertel während dieser Zeit nach Abriss des jetzigen Zugangs ist noch ungeklärt.) Für einen noch genaueren Stand der Planungen wäre ein aktualisierter Bauzeitenplan der DB hilfreich.

Beitrag vom März 2017

War das Netz 2016 stabil?

Von Pfingsten 2016 bis Dezember 2017 gilt bei den Stadtbahnlinien in Stuttgart das „Netz 2016“, das eine veränderte Linienführung in der Innenstadt mit sich brachte. Zum Beispiel bedeutete das eine Unterbrechung der Linie U4 und Umleitungen der Linien U1, U2 und U11.

Ursache für diese Maßnahmen ist die Stuttgart21-Baustelle, die eine Verlegung von mehreren Tunnelstrecken erfordert.

„Stadtbahnchaos“ war der Vorwurf an SSB und Stadt Stuttgart, das vermehrte Umsteigen wurde als Zumutung empfunden, die Stadtbahn als unzuverlässig bezeichnet. „Früher aufstehen und später ankommen“, so die Prophezeihung für Pendler und Schüler.

Infooffensive Stadtbahnchaos

Die SSB hingegen sieht das Netz 2016 nach zwei Dritteln der Zeit so:

Ab Pfingsten wurde das Stadtbahnnetz der SSB neu konfiguriert, weil die Tunnelverbindung zwischen Staatgalerie und Charlottenplatz als Folge der Baumaßnahmen an der Haltestelle Staatsgalerie unterbrochen werden musste. Diese „Netz 2016“ gilt noch bis Dezember 2017 und ist trotz steigender Fahrgastzahlen bis zum heuteigen Tag sehr stabil, und ganz und gar nicht chaotisch, wie Verantwortlichen prophezeit wurde.

SSB

Und wie war es wirklich?

  • Wenige Verbindungen wurden kürzer oder bequemer, da umsteigefrei. Insbesondere viele Fahrgäste der Linie U1 aus Heslach fanden es gut, dass die Stadtbahn sie direkt zum Hauptbahnhof brachte. Für viele Fahrgäste bedeuteten die Umleitungen eine Fahrzeitverlängerung, da die Bahnen den Umweg über die Innenstadtschleife nehmen mussten. Dies bedeutete einen – allerdings kalkulierbaren – Zeitverlust, der eben hingenommen wurde.
  • Manche Stadtbahnen waren regelmäßig nur schwach besetzt (U21, U24), andere Linien hingegen waren regelmäßig sehr voll, um nicht zu sagen überfüllt. Dies wird von Pendlern als sehr unangenehm empfunden und schadet der Attraktivität der Stadtbahn sehr. Diese starke Auslastung auf manchen Linien spitzte sich durch die Umsteiger aus der U4 am Neckartor und die Umsteiger am Hauptbahnhof zu.
  • Die Stadtbahnen waren zu Randzeiten weiterhin pünktlich, aber gab es, wie von den Kritikern vorhergesagt, durch die Situation am Berliner Platz Verspätungen zwischen 2 und 5 Minuten, die die Stadtbahnzüge auf ihre weitere Fahrt mitnahmen. Dies ist ein nicht zu vernachlässigender Minuspunkt, da dadurch der Eindruck der Unzuverlässigkeit verstärkt wird, oft die Reihenfolge der Bahnen nicht mehr eingehalten wurde und Anschlüsse (zum Beispiel am Rotebühlplatz auf die S-Bahn) gefährdet waren.
  • Häufig konnten nicht mal die geplanten Abfahrtszeiten der am Charlottenplatz startenden kurzen Linien U21 und U24 eingehalten werden, und Verspätungen auf der einen Linie wurden auf die andere übertragen.
  • Die Unterbrechung der Linie U4 war für die Fahrgäste aus Richtung Hölderlinplatz sehr ungünstig, da sie die U24 nutzen mussten ohne Anschluß in den Stuttgarter Osten. Auch das erforderliche Umsteigen am Berliner Platz in alle Bahnen Richtung Cannstatt und Fellbach war trotz verbesserter Fußgängerüberwege lästig und mit Zeitverlust verbunden.

Ab Dezember 2017 gilt das Netz 2018, bei welchem die Strecke zwischen Staatsgalerie und Charlottenplatz wieder befahren werden kann, allerdings das Teilstück zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof/ Arnulf-Klett-Platz unterbrochen ist. Diese Sperrung wird deutlich länger dauern als die erste, und sie wird für viele Fahrgäste weitere Nachteile bringen.

 

Kritik am neuen Liniennetzplan 2018

Sehr übersichtlich ist das Netz 2018 nicht geworden. Kritikpunkte:

  • Es sieht auf den ersten Blick so aus, als würden nur noch die Linien U11, U14 und U29 an der Haltestelle Hauptbahnhof/ Arnulf-Klett-Platz halten. Dies stimmt natürlich nicht, denn die Talquerlinien U5, U6, U7, U12 und U15 fahren dort weiterhin.
  • Die Farbgebung der neuen Linien ist irritierend. Wenn die U29 das selbe Gelb hat wie die U9, denkt man zunächst, es wäre ein- und dieselbe Linie. Ebenso das Grün von U14 und U34: Hier kann man erst durch genaues Hinsehen herausbekommen, dass die Stadtbahn U34 vom Vogelsang nicht am Berliner Platz geradeaus zum Hauptbahnhof fährt, sondern zum Rotebühlplatz abbiegt.

Wer schon in fremdern Städten oder Ländern Liniennetzpläne studiert hat, weiss, dass man sich zumeist an der Farbgebung der Linien auf dem Plan orientiert. Um der Verwirrung der Fahrgäste entgegenzuwirken, wäre es gut, die SSB würde ihre Grafik optimieren.

 

Mitnahmeeffekte beim Feinstaubticket

Die SSB hat Verlust gemacht, und zwar überproportional bei Gelegenheitsfahrten und durch Mitnahmeeffekte bei Feinstaubtickets. Dies war zu erwarten. Die SSB formuliert es bezogen auf 2016 so:

An Feinstaubalarm-Tagen appelliert die Stadt Stuttgart an Bürger und Pendler ua, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. (…) Dieses Angebot (Feinstaubticket) ermöglicht Erwachsenen die Fahrt zum Preis eines KinderTickets. Einerseits konnten damit an den entsprechenden Tagen gewisse Fahrgastzuwächse erreicht werden, andererseits macht sich diese Rabattierung auf der Einnahmeseite deutlich bemerkbar. Die Nutzung der Tickets zum Kinderpreis durch bisher voll zahlende Kunden führt letztlich zu einem Rückgang der Einnahmen beim Gelegenheitsverkehr um vier bis sieben Prozent (…) gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat.

In der Zeitung war es so zu lesen:

Zudem wurden an den Alarmtagen zwar rund 35 Prozent mehr Einzelfahrscheine verkauft, aber die Zahl der Fahrgäste stieg allenfalls um fünf Prozent – es gab also große Mitnahmeeffekte, während das Ziel, viele Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen, nicht erreicht wurde.

Das bedeutet: viele Kunden, die sowieso mit der SSB gefahren wären, haben sich über das günstigere Ticket an Feinstaubtagen gefreut. Man hat aber durch diese Regelung wohl wenige Menschen zum Umstieg vom Auto auf die Stadtbahn bewegt.

Zur Bilanz der SSB lesen wir in der Zeitung:

Und was wurde für die Feinstaubsaison 2017 beschlossen? Höhere Fahrpreise ab Januar 2018 und ein vergünstigtes Tagesticket ab Oktober.

Beitrag vom 14.6.2017
Beitrag vom 8.Mai 2017

 

Kurzstrecken in der Innenstadt

Erinnert sich noch jemand an das Stadtbahnnetz vor den aktuellen Umleitungen? Die U1 fuhr von Vaihingen über den Charlottenplatz nach Fellbach, die U2 von Botnang nach Neugereut über Charlottenplatz, die U4 von Untertürkheim ohne Unterbrechung zum Hölderlinplatz.

Wenn man mit der Stadtbahn nicht mehr als drei Haltestellen (ohne Umstieg) unterwegs war, konnte man ein Kurzstreckenticket nutzen. Auf den Strecken, auf denen das in der Innenstadt möglich war (siehe unten) kann man das weiterhin, auch wenn dafür wegen der Sperrungen und Umleitungen eine längere Strecke oder ein Umstieg oder beides erforderlich ist.

Diese Regelung galt und gilt für das Netz 2016, und sie wird auch für das Netz 2018 gelten.

Zur Erinnerung hier also eine Auflistung der Innenstadtkurzstreckenverbindungen:

U1, U2, U4 Staatsgalerie – Charlottenplatz
U1, U2, U4 Staatsgalerie – Rathaus
U1 Staatsgalerie – Österreichischer Platz
U2, U4 Staatsgalerie – Rotebühlplatz (Das Gerber)
U1, U2, U4 Neckartor – Charlottenplatz
U1, U2, U4 Neckartor – Rathaus
U1, U2, U4 Stöckach – Charlottenplatz
U1, U2, U4 Charlottenplatz – Staatsgalerie
U1, U2, U4 Charlottenplatz – Neckartor
U1, U2, U4 Charlottenplatz – Stöckach
U1, U2, U4 Rathaus – Staatsgalerie
U1, U2, U4 Rathaus – Neckartor
U1 Österreichischer Platz – Staatsgalerie
U2, U4 Rotebühlplatz (Das Gerber) – Staatsgalerie
U2 Schwab-/Bebelstraße – Rotebühlplatz (Das Gerber)
U2 Schloss-/Johannesstr. – Rotebühlplatz (Das Gerber)
U2 Schloss-/Johannesstr. – Rathaus
U2 Rotebühlplatz (Das Gerber) – Schwab-/Bebelstraße
U2 Rotebühlplatz (Das Gerber) – Schloss-/Johannesstr.
U2 Rathaus – Schloss-/Johannesstr.

Im Netz 2016 führt das dazu, dass man beispielsweise von Staatsgalerie zum Österreichischen Platz zum Kurzstreckentarif von €1,30 ohne Umstieg mit der U1 oder der U14 fahren kann (5 Haltestellen) oder von der Haltestelle Rathaus bis Staatsgalerie mit zwei Umstiegen (Charlottenplatz und Hauptbahnhof) ebenfalls für €1,30.

Welche Kurzstrecken-Möglichkeiten ergeben sich beim Netz 2018? Mit der U14 von Stöckach zum Hauptbahnhof über die Innenstadtschleife, ebenso von Liederhalle bis beispielsweise Staatsgalerie. Dies wird zu gegebener Zeit in weiteren Beiträgen besprochen werden.

 

Nachfolgeregelung für Feinstaubticket

Voraussichtlich – wenn die Gremien zustimmen – wird es ab Mitte Oktober 2017 für die Dauer der Feinstaubalarmsaison bis Mitte April ein Umwelt-Tages-Ticket geben, das deutlich günstiger als bisherige Tagestickets sein soll und damit schon ab 2 Fahrten am Tag attraktiv. Dieses Ticket ersetzt das Feinstaubticket des vergangenen Winterhalbjahres, bei welchem der halbe Fahrpreis nur an bestimmten Tagen galt.

Interessant ist, dass für die bisherige Feinstaubticketregelung, die keine nennenswerten Erfolg gebracht hat, rund 11 Millionen Euro Einnahmeausfälle aufgelaufen sind; für die neue Regelung (verbilligtes Tagesticket) werden 4 Millionen veranschlagt. Unklar ist allerdings, wie diese Zahlen berechnet werden, denn wie soll der VVS wissen, ob die Fahrgäste, die das Umwelt-Tages-Ticket nutzen werden, Umsteiger vom Auto sind oder Fußgänger, denen ein normales Tagesticket zu teuer war oder Kunden, die auch ein teureres Tagesticket gekauft hätten? Bleibt abzuwarten, ob neue Tarife den Anreiz, öffentliche Verkehrsmittel vermehrt zu nutzen, merklich erhöhen können.

Klar ist: Eine Verbesserung der Luftqualität in Stuttgart ist dringend erforderlich, und zwar nicht nur in der sogenannten Schadstoffperiode, sondern auch an den heißen, stickigen Sommertagen. Und es ist bezeichnend, dass die Stuttgarter Baustellen und die Beeinträchtigungen des Verkehrs und die Verschmutzung der Luft durch diese Baustellen beim VVS und dem Stuttgarter Oberbürgermeister keinerlei Erwähnung finden. Den angeblichen Verbesserungen im VVS-Netz, die die alljährlichen Preiserhöhungen rechtfertigen sollen, stehen massive Verschlechterungen gegenüber, die den Kunden seit Jahren zugemutet werden, allem voran die Unterbrechung der Stadtbahnlinien zwischen Charlottenplatz und Staatsgalerie bis Dezember 2017 und zwischen Hauptbahnhof und Staatsgalerie ab Dezember 2017 und damit eine deutlich verschlechterte Erreichbarkeit der Stuttgarter Innenstadt aus verschiedenen Richtungen. Eine neue Buslinie, die Bad Cannstatt mit Stuttgart verbindet, ist ja nur der Versuch, selbstverursachte Probleme aufzufangen, die es ohne Stuttgart-21-Baustellen nie in diesem Ausmaß gegeben hätte.

STZ (14.6.2017)

VVS

Was hat der Feinstaubalarm gebracht?

 

 

 

 

 

 

Feinstaubalarm, das waren Informationen und Appelle mit dem Ziel der Einhaltung von Grenzwerten an Tagen mit problematischen Wetterlagen. Das waren vergünstigte VVS-Tickets für Gelegenheitsfahrer und Gutscheine für den Fernsehturm für Abonnenten.

Feinstaubalarm, das war Aktionismus in Form einer Mooswand und zusätzlicher Straßenreinigung. Schlechtes Image für Stuttgart und reichlich Diskussionen in den sozialen Netzwerken.

An Feinstaubalarmtagen gab es eine leichte Verschiebung des Verkehrs vom Individualverkehr zum ÖPNV in der Größenordnung von bis zu ca 5%.

Feinstaubalarm, das ist das Eingeständnis, dass die Stuttgarter Bevölkerung viel zu häufig ungesunder schlechter Luft ausgesetzt ist. Das ist das Eingeständnis, dass der Autoverkehr nicht merklich zurückgeht, weil sowieso nur in die Stadt fährt, wer wirklich muss.

Stadt und Land haben Geld ausgegeben für Maßnahmen mit zweifelhaftem Nutzen, ohne dass die Luft besser und der Verkehr deutlich weniger geworden wäre. Das Thema ‚Feinstaub‘ ist in Stuttgart und weit über Stuttgart hinaus bekanntgeworden, aber die Verkehrsprobleme bestehen weiterhin, und es ist nicht zu sehen, wie sie effektiv angepackt werden. Pendler, die mit dem ÖPNV unterwegs sind, werden voraussichtlich auch in den kommenden Monaten und Jahren ihren Ärger auf der Frankenbahn, der Filstalstrecke, im S-Bahn-Netz und mit den Stadtbahnsperrungen in Stuttgart haben.

Die Sichtweise der Stadt Stuttgart

Kommentar „Feinstaubalarme helfen nicht – was nun?“

Unterbrechung zwischen Hauptbahnhof und Stadtbibliothek

Von 7.-9. April 2017, also am kommenden Wochenende, fahren zwischen Hauptbahnhof und der Haltestelle Stadtbibliothek keine Stadtbahnen. Grund dafür sind die Baumaßnahmen der sogenannten Stuttgart-21-Folgemaßnahme Heilbronner Straße. Der stadtauswärts führende neue Tunnel wird angeschlossen.

Zeitungsartikel hier.

Informationen der SSB zu den Baumaßnahmen und den Ersatzverkehren und hier, hier und hier .

Ältere Beiträge (November 2016) zum Thema und hier und hier. Beitrag vom September 2016 hier.

Netz 2018, was ändert sich ab Dezember 2017?

Wegen der Stuttgart-21-Baustelle müssen mehrere Stadtbahnlinien geändert werden. Die SSB hat ihre Planungen für die Zeit ab 10. Dezember 2017 („Netz 2018“) vorgestellt.

Die Linie U1 fährt dann von Vaihingen nach Fellbach nicht mehr über Rotebühlplatz und Hauptbahnhof, sondern wieder über den Charlottenplatz.
Die Linie U2 fährt von Neugereut nach Botnang, nicht mehr über Hauptbahnhof, sondern wieder über Charlottenplatz und Rotebühlplatz.
Die Linie U4 aus Untertürkheim endet dann nicht mehr am Neckartor, sondern fährt wieder bis zum Hölderlinplatz über Charlottenplatz und Rotebühlplatz.
Die Talquerlinien 5, 6 und 7 fahren wie gewohnt; zusätzlich wird die U12 verkehren, die Dürrlewang über Degerloch, Hauptbahnhof, Hallschlag mit Remseck verbindet.
Die Linie U9 fährt nicht mehr zum Vogelsang, sondern verbindet nun Heslach über Charlottenplatz mit Hedelfingen.
Die Linie U11 (Veranstaltungsverkehr) fährt die Innenstadtschleife und wendet am Hauptbahnhof.
Die Linienbezeichnungen U21 und U24 werden nicht mehr gebraucht, dafür wird es die Linien U29 und U34 geben. Die U29 bedient die Verbindung vom Vogelsang zum Hauptbahnhof, die Linie U34 verkehrt zwischen Vogelsang und dem Südheimer Platz und macht den Rotebühlplatz von Heslach aus weiterhin ohne Umstieg erreichbar.
Hingegen wird von Heslach aus der Hauptbahnhof nicht mehr umsteigefrei erreichbar sein, weil die Linie U14 von Mühlhausen über Wilhelma, Charlottenplatz, Rotebühlplatz, Berliner Platz zum Hauptbahnhof geführt wird.

Beitrag vom Mai 2016: „der Linienplan im Kopf“

neue Haltestelle Staatsgalerie mehrere Jahre später fertig

Die alte Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie wird im Zuge der Stuttgart-21-Baumaßnahmen durch eine neue Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie in veränderter Lage ersetzt, da die alte Haltestelle den Bauarbeiten für die Tiefbahnhoftunnel im Weg ist.

Wann sollte die neue Haltestelle Staatsgalerie eigentlich fertig und benutzbar sein?

In den Planungen der SSB von 2014 heißt es noch, die neue Haltestelle könne Anfang 2017 in Betrieb gehen. Tatsächlich ist von dieser neuen Haltestelle noch weit und breit nichts zu sehen. Im Laufe des Jahres 2014 liest man dann davon, die Inbetriebnahme sei im Juli 2017. Auch dies kann nicht mehr stimmen. Im Mai 2016 war von Juli 2018 die Rede. Inzwischen hat die SSB umgeplant.

Im Oktober 2015 präsentierte die SSB noch Grafiken, die davon ausgingen, dass die vom Charlottenplatz kommenden neuen Tunnel an die neue Haltestelle Staatsgalerie angeschlossen werden. Ebenso noch die Schaubilder vom Tag der offenen Baustelle im Januar 2017. Aktuelle Präsentationen der DB und SSB (März 2017) sprechen hingegen davon, dass die alte Haltestelle Staatsgalerie noch einige Jahre in Betrieb bleiben wird. Das neue Tunnelstück, weswegen die Sperrung zwischen Staatsgalerie und Charlottenplatz ab Mai 2016 durchgeführt wurde, wird zunächst mit der alten Haltestelle Staatsgalerie verbunden und erst viel später an die dann fertig gebaute neue Haltestelle Staatsgalerie angeschlossen. Auch aus Richtung Neckartor ist ein Tunnelabzweig erforderlich. Das bedeutet, dass die SSB unter anderem wegen dieser doppelten Anschlussstücke mehr Bauaufwand und höhere Kosten hat, auf denen sie sitzen bleiben wird.

Warum wurden die Pläne geändert?

Die neue Haltestelle Staatsgalerie wird über dem Trogdeckel im Baufeld 22 gebaut. Der Trog wird aber von der DB nicht rechtzeitig fertig gebaut, im Moment ist man an der Grundplatte. Im August 2014 hieß es, im April 2016 sei das Trogfeld 22 fertig zur Übergabe an die SSB. Anfang des Jahres 2017 war man dann wenigstens bei den 31-DSC_1423.JPGGründungspfählen und der Bewehrung (Foto vom Januar 2017). Die erste Bodenplatte soll im Juni 2017 fertig sein. Wann kann dann die SSB mit dem Bau ihrer neuen Haltestelle beginnen?

Es gibt weitere Probleme: Der Abriss der B14 und ihre Tieferlegung. Nach Planungen von 2013 sollte dies 2017 nach der Fertigstellung der neuen Haltestelle Staatsgalerie geschehen. Wie wir oben gesehen haben, ist diese Haltestelle noch nicht mal angefangen. Der Bauzeitenplan vom Januar 2016 sah für die B14-Bauarbeiten viereinhalb Jahre vor, von Januar 2019 bis Juli 2023. Voraussetzung für diese Arbeiten ist der Abriss der alten Haltestelle Staatsgalerie. Da diese noch mehrere Jahre lang gebraucht wird, verzögert sich auch die Verlegung der B14.

Und die Dauer der Stadtbahnsperrungen?

Die Hauptbauarbeiten der SSB dauern von 2012 bis 2016 mit einer vierzehntägigen Sperrung: So wurde das noch 2010 kommuniziert. Im Oktober 2015 hieß es dann, die Unterbrechung zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof beginne August 2017 und dauere 2 Jahre oder länger. Im Januar 2016 wurde die Dauer dieser Maßnahme mit zweieinhalb Jahren bis Januar 2020 angegeben. Im März 2017 heißt es nun, man könne nicht sagen, wie lange man an dieser Stelle brauche, aber es handle sich um mehrere Jahre. Abhängig sei das, so verriet SSB-Chef Arnold gegenüber Gemeinderäten, davon, „welches Baufeld wir zur Verfügung haben“. Es gäbe interne Abwägungsüberlegungen, ob man langsamer baut (deutlich mehr als zwei Jahre für die Sperrung zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof) und dafür mehr Stabilität beim Busverkehr hat oder schneller baut (trotzdem noch mindestens zwei Jahre) und noch mehr Beeinträchtigungen bei den Fahrspuren am Gebhard-Müller-Platz in Kauf nimmt.

Schöne Aussichten!


Probleme mit dem Zeitplan konnte man schon Anfang des Jahres erahnen:
Beitrag vom 15.Januar 2017
Beitrag vom 16.Januar 2017

aus der Präsentation von DB und SSB am 21.3.2017:

Auf dieser Visualisierung wird angekündigt, dass erste Abschnitte der neuen Haltestelle Staatsgalerie bis Anfang 2018 gebaut sein werden:

Auf dieser Grafik ist zu erkennen, dass der Tunnelabzweig zur neuen Haltestelle Staatsgalerie erst frühestens Anfang 2019 fertig sein kann:


Kontextwochenzeitung zum Stand der Bauarbeiten am Nesenbachdüker (April 2017)